Am Samstag, 18. Februar um 19.30 Uhr, ist es soweit: Uraufführung "Der Schimmelreiter" nach der Novelle von Theodor Storm in einer Fassung von Martin Pfaff für das Theater Naumburg. Martin Pfaff führt auch Regie, in der Ausstattung von Rainer Holzapfel. Es spielen: Kathrin Blüchert, Katja Preuß, Holger Vandrich und Tobias WeishauptDie Sehnsucht nach und die Angst vor dem Neuen, Aberglauben und Fortschritt, Mythen und Rationalität sind nur einige der Konflikte und Themen, die uns in den uneinheitlichen Lebensansichten der Menschen in Theodor Storms "Der Schimmelreiter" begegnen. Das späte 19. Jahrhundert ist ein Zeitalter des Neubeginns und der Vergangenheitsbeschwörungen, des technischen Fortschritts und der Unterdrückung. Theodor Storm zeigt uns eine Dorfgemeinschaft als Mikro-Kosmos einer Gesellschaft vor dem notwendigen Wandel, mit all den Konflikten und Ängsten, die die Leben der Einzelnen erschüttern. Welche Parallelen zu uns heute lassen sich dabei ziehen? Ist unser Leben nicht auch durch starke Widersprüche und Uneinheitlichkeiten von Wahrnehmungen, Sehnsüchten und Erwartungen geprägt? Im Englischen heißt die Angst vor dem Neuen sprichwörtlich "german angst". Andererseits ist unsere Gesellschaft so weltoffen wie noch nie und gleichzeitig brechen Irrationalismus und Hass in Form von "rechter Gewalt" auf. Kann uns etwa eine Geschichte aus dem Jahre 1888, dem "Drei-Kaiser-Jahr", etwas über unseren mentalen Zustand heute erzählen? Das gilt es heraus zu finden!








