Geboren und aufgewachsen in München, begann Andreas Becker seinen künstlerischen Werdegang als Puppenspieler der Augsburger Puppenkiste. Von 1994 bis 2003 erweckte er - neben zahllosen Hauptrollen der Kinder- und Erwachsenenstücke und den damals jüngsten Fernsehproduktionen - im Kabarett des Jubiläumsjahres auch so bekannte Stars wie „Lukas den Lokomotivführer“ oder das beliebte „Urmel“ wieder zum Leben, und lieh als Synchronsprecher einigen Puppencharakteren seine unverwechselbare Stimme.
Beinahe zeitgleich begann er für das Marionettentheater auch als Puppenschnitzer zu arbeiten und schuf unzählige Film- und Theaterpuppen. Unter seiner Hand entstanden unter anderem Figuren zu „Lilalu im Schepperland“, „Hokuspokus um Lilalu“, dem Kinofilm „Die Story von Monty Spinneratz“ und diversen Stücken des Theaters, wie beispielsweise „Das hässliche Entlein“, „Das Verhör des Lukullus“ und dem alljährlich wechselnden „Kabarett“.
1998 arbeitete er erstmals für das Märchen „Rumpelstilzchen“ als Bühnenbildner und zeichnete sich von da an für mehrere Ausstattungen und Konzepte des legendären „Kabaretts“ der „Augsburger Puppenkiste“ verantwortlich. Mit seiner eigenen Inszenierung des Grimmschen Märchens „Tischlein deck dich“, dessen Adaption und alle Puppen ebenso aus seiner Werkstatt stammten, verließ er das Ensemble und begann an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart sein Bühnen- und Kostümbildstudium bei Professor Martin Zehetgruber. Währenddessen schrieb er als freier Autor für den Deutschen Theaterverlag und die Schillertage in Mannheim und entwarf und baute zahlreiche Puppen für diverse Theater, darunter die Staatsoper Stuttgart mit der Opernproduktion „Brundibár“, für die er auch die Bühne und die Kostüme schuf.
Nach Beendigung des Studiums mit seiner Diplomarbeit zu Verdis „Macbeth“, für die er 2008 mit dem „Offenbacher Löwen“ für besonders kreative Leistungen im Bereich zeitgenössisches Bühnenbild ausgezeichnet wurde, arbeitete er in den folgenden Jahren als Ausstatter am Theater Freiburg unter anderem mit Jarg Pataki, Michael Simon, Marc Prätsch, Meret Matter, Stefan Nolte und Joan Anton Rechi. In dieser Zeit entstanden die Ausstattungen für die Produktionen „Popeye - Der Theatercomic“, „Angstblau“, „Antigone in New York“, „Der Zementgarten“, „Herz der Finsternis“ und „¡Olé! Die Zarzuela-Show“ sowie das komplette Puppenkonzept für „Der Sturm“. Bei der Erfolgsproduktion „Sadako“ kreierte er nicht nur die Puppen, Bühnenbild und Kostüme, sondern führte auch erneut selbst Regie. Sein aktuellstes Projekt „Zwerg Nases Kochshow“, bei dem er wieder, neben der Ausstattung und dem gesamten Puppenkonzept, als Regisseur arbeiten wird, und seine Arbeit als Bühnenbildner für Humperdincks „Hänsel und Gretel“ sowie seine komplette Ausstattung für „Das Märchen von Hänsel und Gretel“ haben in der ersten Hälfte der Spielzeit 2010/2011 am Theater Freiburg Premiere.
Der Name der Rose






