Theater Naumburg

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Home - Premieren 2011/2012 - ... Denn aus Vergangenheit steigt Zukunft immerzu

... Denn aus Vergangenheit steigt Zukunft immerzu

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Kooperation zwischen Theater Naumburg und dem Förderkreis Hildebrandt-Orgel e.V.

... Denn aus Vergangenheit steigt Zukunft immerzu
Soirée française – Ein französischer Abend

Premiere am 27.09.2011, St. Wenzel
Weitere Vorstellung am 01.03.2012, Gutshaus Großjena


Die Soirée française bildet den 2. Teil des Eröffnungskonzerts der Hildebrandt-Tage 2011 mit dem Organisten von Nôtre-Dame de Paris, Olivier Latry, einem der bekanntesten Konzertorganisten der Welt. Nach einer Pause mit Verköstigung nach original französischer Küche fließen beim anschließenden „französischen Abend“ schließlich Literatur und Musik aus Frankreich in einzigartiger Weise zusammen.
Wie so häufig in der Geschichte Europas gingen auch für die literarische Moderne die entscheidenden Impulse von Frankreich aus. In der spannungsgeladenen Epoche zwischen Pariser Kommune und 1. Weltkrieg versuchten zahlreiche französische Autoren, den unaufhaltsam sich verändernden gesellschaftli- chen Verhältnissen mit veränderten literarischen Ausdrucksformen zu begegnen – sei es im rauschhaften Aufheben aller Grenzen, im Ineinanderfließen von innerer und äußerer Welt, sei es im ästhetischen Bekenntnis, die bestehende Ordnung ins Wanken zu bringen und mit Phantasie und Sprachgewalt eine abgelebte Welt zu erneuern, sei es im hermetischen Rückzug auf die eigene Subjektivität. Vieles, was vor mehr als hundert Jahren entstand, hat nichts von seiner Kraft verloren und wirkt bis heute nach.
Manuela Stüßer liest Auszüge aus „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ von Marcel Proust, aus „König Ubu“ von Alfred Jarry sowie Lyrik von Arthur Rimbaud, Paul Verlaine und Stéphane Mallarmé. Die Pariser Harfenistin Hélène Nassif spannt mit ihrem Spiel einen weiten Bogen von der farbenreichen Musik eines Louis Couperin über dramatische Klänge von Marie-Martin Marcel, Vicomte de Marin bis hin zu märchenhaften Werken von Gabriel Fauré wie der „Châtelaine en sa tour“ („Eine Burgfrau in ihrem Turm“), ein Werk nach einem Gedicht von Paul Verlaine, das ebenfalls rezitiert wird. Sie spielt dabei auf ihren beiden Harfen, einer Harpa doppia im Stil der Barockzeit und einer modernen Pedalharfe.

Konzept und Regie: Bernd Dittrich
Harfe: Hélène Nassif
Rezitation: Manuela Stüßer

 

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