Das „Kleinste Stadttheater Deutschlands“ begreift sich in der europäischen Theater-Tradition als energetischer Treffpunkt aller Bevölkerungsgruppen und Generationen. Hier findet das gemeinsame Kunsterleben, die unterhaltsame Bildung mit offenen Sinnen und die lustvolle Auseinandersetzung mit verschiedenen Welten und Werten statt.
Das Theater Naumburg bietet mit Schauspiel, Figurentheater, TanzTheater-Projekten, Straßen- und Sommertheater, Konzerten, Lesungen und Kabarett eine breite Vielfalt an künstlerischen Formen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Neben Inszenierungen der Welt- und Gegenwartsliteratur steht die theatrale Auseinandersetzung mit der Geschichte und den Geschichten der Stadt Naumburg und ihrer Region. Eine besondere Spezialität ist die Erschließung neuer Spiel-Räume (Kirchen, Weingüter, Gärten, Gutshäuser, Straßenbahn, Hotelsäle) und die Verbindung verschiedener Erlebniswelten, die zu einem kulinarisch-kulturellen Gesamterlebnis verschmelzen. Zahlreiche Zusatzangebote wie Einführungsgespräche, Diskussionsrunden, Workshops, Konzerte und Vorträge runden den Spielplan ab.
Kooperationen mit kulturellen Partnern aus Stadt und Region, darunter die Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg , der Claudius Männerchor, der Förderverein der Hildebrandt-Orgel, die Nietzsche-Stiftung oder das Oberlandesgericht, setzen auf die Beteiligung der Naumburger Bürgerschaft am künstlerischen Prozess und die Vernetzung von Künstlern aus dem In- und Ausland, deren Wege sich in Naumburg kreuzen.
Zur Landesausstellung 2011 - „Der Naumburger Meister. Bildhauer und Architekt im Europa der Kathedralen“ - ist das Theater Naumburg gleich mit zwei außergewöhnlichen Projekten vertreten. „Der Name der Rose“ nach Umberto Eco wird für die mittelalterliche Sommertheater-Spielstätte Marientor als Raumtheater inszeniert. In Kooperation mit der Stadt Naumburg und den Vereinigten Domstiftern zu Merseburg und Naumburg erweitert das Theater Naumburg mit „Lichtschattentänzer“ im Dom-Garten sein künstlerisches Repertoire und bedient sich der Mittel des Tanztheaters, die zusammen mit Musik, Masken und Figuren ein sinnliches Theatererlebnis versprechen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der kulturellen Bildung von Kindern und Jugendlichen in der theaterpädagogischen Arbeit. Klassenzimmerstücke, Lehrerfortbildungen, Partnerklassen, Jugendclub-Abos und die Zusammenarbeit mit Schultheatergruppen fördern den unmittelbaren Kontakt zur Kunst und schulen das ästhetische Empfinden sowie das analytische Vermögen auf phantasievolle Weise. Gemeinsam Theater zu erleben, Utopien nachzugehen, gemeinsam zu lachen, zu weinen, anderen Lebensentwürfen und Ideen zu begegnen, fremde Gefühle oder Werte kennenzulernen und zu überprüfen – all das heißt, sich zu bilden mit Herz und Verstand!





