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Stefan Neugebauer - Intendant

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Italien

Nun, das Spielzeitmotto steht ja im Plural, das ist kein Wunder, denn die eigenen Lebensträume widersprechen sich ja mitunter. Ich könnte mir auch gut vorstellen in Italien zu leben, ein Amphitheater zu bespielen, jeden Tag Pasta zu essen und abends im Meer zu schwimmen.

Ein anderer Traum wäre, dass wir hier in Naumburg zeitnah das JVA-Gelände in eine Theaterstätte verwandeln, so dass in der Folge die nationale und internationale Theaterwelt nach Naumburg pilgert, weil sie sehen möchte, wie Theater im Gefängnis funktioniert. Und sich dann staunend fragt, warum niemand früher auf die Idee kam, die dramatischen Figuren wie Richter Adam, Hamlet oder Faust hinter Gitter zu bringen, wo sie eigentlich hingehören.
Theater ist Tatort, Theaterfiguren sind Verbrecher, und wir als Zuschauer wollen erleben, wie sich die Verbrecher aus der Schlinge ziehen oder ins Verderben stürzen.

Ich träume auch davon, dass es den Naumburgern gelingt, die Flüchtlinge als Chance für die Stadtentwicklung zu begreifen, und dass "multikulti" kein Schimpfwort a la AfD wird, sondern gerade den Reiz einer weltoffenen Stadt ausmacht, die einen Friedrich Nietzsche, Lepsius oder Botho Strauß hervorgebracht hat.
Und ich träume davon Leben und Beruf, Familie und Selbstverwirklichung, Italien und Naumburg so in Einklang zu bringen, dass Lebenswirklichkeit und Träume sich nicht unbedingt widersprechen sondern eher harmonisch ergänzen...

Irgendjemand hat mal gesagt, wer aufhört zu träumen, hört auf zu leben.
Es lebe der Traum!

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